W8 Kohleausstieg bis 2030!

Status:
(noch) nicht behandelt

Die Jusos setzen sich für einen Kohleausstieg bis 2030 ein.

Der Sachverständigenrat der Bundesregierung für Umweltfragen (SRU) errechnete Anfang 2020 in seinem Umweltgutachten das deutsche CO₂-Budget für unterschiedliche Szenarien. Um das 1,5-Grad-Ziel noch einhalten zu können, darf Deutschland maximal 4,2 Gigatonnen emittieren. Laut der Studie „Klimaschutz statt Kohleschmutz: Woran es beim Kohleausstieg hakt und was zu tun ist“ verbraucht der Stromsektor bis 2040 etwa 4,4 Gigatonnen Tonnen CO₂, womit Deutschland den 1,5-Grad-Pfad überschreiten würde. Beim 1,75-Grad-Pfad, mit einer Wahrscheinlichkeit diese Grenze zu 50 Prozent einzuhalten, würde der Stromsektor bis 2040 zwei Drittel des gesamten deutschen CO₂-Budgets beanspruchen. Die Studie legt nahe, dass der Kohleausstieg auf 2030 vorgezogen werden muss, damit Deutschland eine Chance hat, die Klimaziele einzuhalten. Demnach weicht der von der Bundesregierung aktuell anvisierte Kohleausstieg in entscheidenden Punkten von den Empfehlungen der Kohlekommission ab. Dadurch werden im Zeitraum 2020 bis 2040 etwa 134 Millionen Tonnen CO₂ zusätzlich ausgestoßen. Dies wird mit der zu späten Abschaltung von Braunkohlekraftwerken und der Inbetriebnahme von Datteln IV begründet. Ein Kohleausstieg im Einklang mit internationalen Klimaschutzzielen müsste bis zum Jahr 2030 erfolgen. Die Emissionen könnten in diesem Fall um 1,8 Milliarden Tonnen CO₂ niedriger sein und so könnten die Pariser Klimaziele eingehalten werden. (vgl. Oei et al. 2020: 19).

 

Quelle:

https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/kohle/kohle_ausstieg_diw-studie.pdf