B12 Kulturelle Bildung für junge Menschen fördern

Status:
Mit Änderungen angenommen

Wir fordern den kostenlosen Eintritt von Menschen unter 30 Jahren in staatliche Museen. Andere europäische Länder zeigen uns wie es geht. In England verlangen beispielsweise öffentliche Museen seit 2001 keinen Eintritt mehr und konnten so die Besucher*innenzahlen um 20% steigern. In Frankreich ist der Zugang in Museen bis zum 26 Lebensjahr für alle EU-Bürger*innen gratis und in Italien ist der Besuch am ersten Sonntag im Monat kostenlos. Lasst uns von Europa lernen!

In den vergangenen 1 ½ Jahren sind es die jüngeren Generationen gewesen, die sich während der Pandemie solidarisch gezeigt haben. Allerdings ist Solidarität keine Einbahnstraße. Kinder und Jugendliche haben viel Zeit verloren. Sei es, dass man Bildungseinbußen hinnehmen musste oder sich in der eigenen Persönlichkeit nicht, wie gewohnt weiterentwickeln und partizipieren konnte, wie es vor der Pandemie möglich war. Die Pandemie hat die sozialen Verwerfungen in unserem Land, wie in einem Brennglas aufgezeigt. Aus dem Grund müssen wir alles daransetzen, diese sozialen Ungerechtigkeiten zu beseitigen und rückgängig zu machen. Kulturelle Bildung ermöglicht es eigene Stärken und Interessen zu entwickeln, die Perspektive zu wechseln, eine eigene Identität zu entwickeln, wie auch Unterschiedlichkeit kennenzulernen und als vielfältige Normalität zu akzeptieren. Zudem bietet es die Möglichkeit die Welt hinsichtlich ihrer historischen Zusammenhänge und der komplexen Zusammenhänge zu verstehen. Darauffolgend soll es dazu anleiten die Welt kritisch zu betrachten sich kritisch und kreativ mit dem kulturellen Erbe, der gegenwärtigen Situation und der Zukunft auseinanderzusetzen, um diese nachfolgend zum positiven verändern zu können.

Bislang sind es nicht gerade die Jugendlichen, die in die Museen drängen. Das hat verschiedene Gründe. Zum einen Bedarf es einer besseren Zielgruppenansprache, auf der anderen Seite ist es eine soziale Frage, ob junge Menschen, die wesentlich weniger Geld zur Verfügung haben, dieses proaktiv für kulturelle Bildung ausgeben wollen.

Wir möchten diese Hürden beseitigen. Allen jungen Menschen soll hierbei Teilhabe ermöglicht werden. Die soziale Herkunft darf keine Rolle spielen. Kommunen müssen als Träger ihrer Museen vom Land entsprechend finanziell unterstützt werden, damit es zu keinen Einsparungen in anderen Bereichen der kommunalen Daseinsvorsorge kommt.

Änderungsanträge
Status Kürzel Zeile AntragstellerInnen Text PDF
Angenommen Ä1 zum B12 1 UB Bonn Ersetze in Z. 1 „von Menschen unter 30 Jahren“ durch „für alle Menschen“
Zurückgezogen Ä2 zum B12 1 UB Mönchengladbach Ersetze Zeile 1-4 durch: \"Viele europäische Länder zeigen uns gegenwärtig schon auf wie wir die kulturelle Bildung insbesondere bei jungen Menschen fördern. Beispielsweise ist in Frankreich der Zugang in Museen bis zum 26 Lebensjahr für alle EU-Bürger*innen gratis und in Italien ist der Besuch am ersten Sonntag im Monat kostenlos. In England die öffentliche Museen seit 2001 sogar keinen Eintritt mehr und konnten so die Besucher*innenzahlen um 20% steigern. Daher lasst uns von Europa lernen! Wir fordern deshalb, dass mittelbar alle Menschen - altersunabhängig - kostenlosen Eintritt in staatliche Museen haben. Unmittelbar wollen wir aber schon allen jungen Menschen unter 30 Jahren kostenfreien Eintritt für staatliche Museen garantieren.\"
Angenommen Ä3 zum B12 1 KV Wesel Streiche in Z. 1 staatliche Museen und ergänze durch: in allen kulturbildenden Institutionen.
Erledigt Ä4 zum B12 1 UB Düsseldorf Ergänze in Z. 1 nach "Museen" den Satz "Zudem fordern wir den kostenlosen Eintritt für erwachsene Begleitpersonen von Menschen unter 18."
Text des Beschlusses:

Wir fordern den kostenlosen Eintritt für alle Menschen in alle kulturbildenden Institutionen. Andere europäische Länder zeigen uns wie es geht. In England verlangen beispielsweise öffentliche Museen seit 2001 keinen Eintritt mehr und konnten so die Besucher*innenzahlen um 20% steigern. In Frankreich ist der Zugang in Museen bis zum 26 Lebensjahr für alle EU-Bürger*innen gratis und in Italien ist der Besuch am ersten Sonntag im Monat kostenlos. Lasst uns von Europa lernen!

In den vergangenen 1 ½ Jahren sind es die jüngeren Generationen gewesen, die sich während der Pandemie solidarisch gezeigt haben. Allerdings ist Solidarität keine Einbahnstraße. Kinder und Jugendliche haben viel Zeit verloren. Sei es, dass man Bildungseinbußen hinnehmen musste oder sich in der eigenen Persönlichkeit nicht, wie gewohnt weiterentwickeln und partizipieren konnte, wie es vor der Pandemie möglich war. Die Pandemie hat die sozialen Verwerfungen in unserem Land, wie in einem Brennglas aufgezeigt. Aus dem Grund müssen wir alles daransetzen, diese sozialen Ungerechtigkeiten zu beseitigen und rückgängig zu machen. Kulturelle Bildung ermöglicht es eigene Stärken und Interessen zu entwickeln, die Perspektive zu wechseln, eine eigene Identität zu entwickeln, wie auch Unterschiedlichkeit kennenzulernen und als vielfältige Normalität zu akzeptieren. Zudem bietet es die Möglichkeit die Welt hinsichtlich ihrer historischen Zusammenhänge und der komplexen Zusammenhänge zu verstehen. Darauffolgend soll es dazu anleiten die Welt kritisch zu betrachten sich kritisch und kreativ mit dem kulturellen Erbe, der gegenwärtigen Situation und der Zukunft auseinanderzusetzen, um diese nachfolgend zum positiven verändern zu können.

Bislang sind es nicht gerade die Jugendlichen, die in die Museen drängen. Das hat verschiedene Gründe. Zum einen Bedarf es einer besseren Zielgruppenansprache, auf der anderen Seite ist es eine soziale Frage, ob junge Menschen, die wesentlich weniger Geld zur Verfügung haben, dieses proaktiv für kulturelle Bildung ausgeben wollen.

Wir möchten diese Hürden beseitigen. Allen jungen Menschen soll hierbei Teilhabe ermöglicht werden. Die soziale Herkunft darf keine Rolle spielen. Kommunen müssen als Träger ihrer Museen vom Land entsprechend finanziell unterstützt werden, damit es zu keinen Einsparungen in anderen Bereichen der kommunalen Daseinsvorsorge kommt.

Beschluss-PDF: