B9 Lernen durch Engagement an Schulen fördern und fordern

Status:
(noch) nicht behandelt

Die Landeskonferenz der NRW Jusos möge beschließen:

Wir fordern, dass das Land NRW das ehrenamtliche Engagement von Jugendlichen fördert, indem es in Anlehnung an das Projekt “Lernen durch Engagement“ dieses zum Bestandteil der schulischen Bildung macht.

Für einen gut funktionierenden Staat ist es von enormer Bedeutung, dass sich seine Bürger*innen bürgerschaftlich engagieren, denn das Unvermögen des Staats bei der Regulation von Krisensituationen am Arbeitsmarkt oder Tendenzen der Ausgrenzung in Gemeinden bedeutet, dass Bürger*innen Verantwortung übernehmen müssen. Das ehrenamtliche Engagement hat nicht nur das Potential die Kompetenzen (vor allem Soft Skills) von Jugendlichen zu fördern, sondern kann auch einen wichtigen Beitrag bei der Integration von Zuwander*innen spielen.

Der stetige Wandel, den die heutige Gesellschaft durchläuft, stellt die Bürger*innen vor immer neue Herausforderungen. Die Kompetenzen jedes Einzelnen werden dadurch wertvoller, ihr Erwerb immer bedeutsamer und vielfältiger, wenn betrachtet wird, wo Wissen erlangt werden kann. Das Potential des bürgerschaftlichen Engagements als Ort der Bildung findet immer mehr Bedeutung in den Diskussionen. Indem die Engagierten sich im Zuge ihres Engagements mit sich und ihrer Umwelt auseinander setzen und dadurch ein anderes Verständnis entwickeln können, setzt das bürgerschaftliche Engagement Prozesse der Reflexion in Gang (Enquete-Kommission 2002).

Jugendliche sind die Zukunft des Staates und seiner Demokratie. Es ist daher nicht von der Hand zu weisen, dass in ihre Ausbildung deutlich mehr investiert werden muss. Doch nicht alle Kompetenzen, die im späteren Leben gefordert werden, können in der Schule erworben werden. Die Umgebung des ehrenamtlichen Engagements ermöglicht es Jugendlichen schon früh Verantwortung zu übernehmen und ihre Fähigkeiten praktisch zu erproben. Sie lernen ihre Grenzen kennen und sehen, dass sie die Gesellschaft beeinflussen können. Leider lassen Studien jedoch auch immer wieder einen Zusammenhang zwischen ehrenamtlichem Engagement und der sozialen Herkunft erkennen. So kommt es, dass besonders die Schüler*innen nicht von dem “Lernort Engagement“ profitieren, die es verstärkt benötigen. Vor diesem Hintergrund ist es von großer Bedeutung diesen Ort auch für sie zu öffnen. Dies kann erreicht werden, wenn durch Schulen das ehrenamtliche Engagement gefördert wird. Dann haben auch Schüler*innen aus anderen gesellschaftlichen Schichten die Möglichkeit, Kompetenzen im bürgerschaftlichen Engagement zu erwerben und somit ihre Zukunftschancen zu verbessern.

Änderungsanträge
Status Kürzel Zeile AntragstellerInnen Text PDF
(noch) nicht behandelt Ä1 zum B9 5 UB Dortmund Streiche Zeile 5-8 Satz von "Für" bis "übernehmen müssen"
(noch) nicht behandelt Ä2 zum B9 10 UB Dortmund Ergänze Zeile 10 ff um "Aktuelle Studien zeigen jedoch auch immer wieder einen Zusammenhang zwischen ehrenamtlichem Engagement und der sozialen Herkunft. So kommt es, dass besonders die Schüler*innen nicht von dem “Lernort Engagement“ profitieren, die es verstärkt benötigen. Vor diesem Hintergrund ist es von großer Bedeutung diesen Ort auch für sie zu öffnen. Dies kann erreicht werden, wenn durch Schulen das ehrenamtliche Engagement gefördert wird. Dann haben auch Schüler*innen aus anderen gesellschaftlichen Schichten die Möglichkeit, Kompetenzen im bürgerschaftlichen Engagement zu erwerben und somit ihre Zukunftschancen zu verbessern."
(noch) nicht behandelt Ä3 zum B9 13 UB Dortmund Streiche Zeile 13  von "Das Potential" bis "Diskussionen" und ersetze Zeile 13 um "Auch wenn wichtige Aufgaben der Daseinsvorsorge natürlich durch Organe des Staates übernommen werden müssen, findet das Potential des bürgerschaftlichen Engagements als Ort der Bildung immer mehr Bedeutung in den Diskussionen."
(noch) nicht behandelt Ä4 zum B9 17 UB Dortmund Ergänze Zeile 17 um "Davon bleibt die Kritik am Rückzug des Staates von Aufgaben des Gemeinwohls unberührt."
(noch) nicht behandelt Ä5 zum B9 23 UB Dortmund Streiche Zeile 23-29