LA13 [Neufassung U6] Synthetisches Fleisch ist die Zukunft!

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Status:
Abgelehnt

Wir bauen auf synthetisches Fleisch und Fleischersatzprodukte und wollen hierbei eine aktive Forschung unterstützen und betreiben. Perspektivisch fordern wir, dass das Töten von Tieren für den reinen Fleischkonsum in Deutschland verboten wird. Damit einher geht ein Stopp des Verkaufs von tierischem Fleisch im ganzen Land und ein Stopp aller Importe und Exporte tierischen Fleischs.

Begründung:

Man stelle sich vor, zwei Rindersteaks würden vor einem auf einem Teller liegen. Eines von einem echten Tier, das andere künstlich erzeugt. Hierbei ist es egal, ob es aus Pflanzen hergestellt oder im Labor in einer Petrischale gezüchtet wurde. Man stelle sich nun ebenfalls vor, dass sich beide Steaks weder geschmacklich noch von der Konsistenz her unterscheiden. Wir sind der Meinung, dass wir in diesem Fall die Verpflichtung hätten, auf den Kadaver zu verzichten und stattdessen auf die tierfreundliche Alternative zu setzen.

Um ein Kilogramm Rindfleisch herstellen zu können, benötigt man 15.400 Liter Wasser, eine Nutzfläche von bis zu 49 Quadratmetern und außerdem bis zu 9,4 Kilogramm Getreide. Getreide, von dem Menschen auch direkt satt werden könnten. Bei alledem stößt man zudem 22 Kilogramm Treibhausgase als CO2-Äquivalent aus. Ohnehin wird fast ein Fünftel der menschgemachten Treibhausgasemissionen von der Fleischproduktion verursacht. Der Methanausstoß bei der Verdauung der Tiere ist ein großes Problem für unser Klima und 25-mal wirksamer als CO2.

Nicht zu vernachlässigen sind auch der breite Einsatz von Antibiotika und die damit verbundenen Rückstände, welche darüber hinaus das Wachstum und die Verbreitung von Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus (MRSA-Keimen) begünstigen. Wir wollen auch nicht die Gülle vergessen, welche sich allein bei uns in Deutschland in einem Strom von 300 Milliarden Litern über die Felder ergießt und dadurch die Böden und das Grundwasser belastet. Durch die globale Wirtschaft nutzt Deutschland außerhalb der EU ein Gebiet mit der Größe von über 40 Prozent unserer eigenen landwirtschaftlichen Nutzfläche. Wann immer wir also von Landgrabbing und der Abholzung des Amazonas hören, sollten wir auch an unser Fleisch aus der natürlichen Produktion denken.

Wenn man sich gemeinsam mit dem Steak all diese Probleme auf der Zunge zergehen lässt, hat man nach den Gesetzen der Logik die Verpflichtung, nach Alternativen zu suchen, welche die Ressourcen schonen, Tiere und Menschen schützen und den Planeten weniger verunstalten!

Es gibt etliche Fortschritte auf dem Gebiet des künstlichen Fleisches. Man kann es schon seit Längerem aus Soja herstellen. Neu hinzugekommen ist Clean-Meat, welches künstlich im Labor erzeugt wird. Auch pflanzenbasiertes Fleisch aus dem 3D-Drucker wurde neulich in Israel entwickelt. Wir wollen all diese Ersatzprodukte fördern und die Forschung hierbei vorantreiben.

Natürlich lassen wir nicht die Geldbeutel der Bürgerinnen und Bürger außer Acht. Unserer Meinung nach sind momentane Fleischersatzprodukte auf Pflanzenbasis und andere vegane Produkte deswegen so teuer, da sie noch Lifestyle- und Nischenprodukte sind. Sollten sie jedoch den Massenmarkt erreichen, würde sich auch das Preisniveau auf einem Wert einpendeln, welcher mehr die tatsächlichen Herstellungskosten abbildet. Bei den Produkten, die momentan tatsächlich noch sehr teuer sind, liegt dies vor allem an der Tatsache, dass Fleisch aus der Petrischale und Co. gerade erst erfunden worden sind. Nach einigen weiteren Jahrzehnten der Forschung wird es auch hier neue Durchbrüche und geringere Kosten geben.

Allein im Jahr 2019 wurden in Deutschland 763.000.000 Landtiere geschlachtet. Dies ist längst nicht alternativlos!

Natürlich können wir solch einen Wandel nicht über Nacht bewerkstelligen, aber wie beim Atomausstieg ist es unserer Meinung nach wichtig, eine Stoßrichtung aufzuzeigen und den Ausstieg aus dem Fleischkonsum auszurufen. Und dafür ist es jetzt an der Zeit.

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