U3 Plastikmüll vermeiden – Unverpackte Lebensmittel in alle Supermärkte

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Status:
Angenommen

Verpackungsmüll stellt eine der größten Gefahren für unserer Umwelt dar. Jährlich gelangen zehn Millionen Tonnen an Abfällen in die Ozeane unseres Planeten. Insbesondere der Plastikmüll stellt dabei ein essenzielles Problem dar, denn Plastik zersetzt sich zwar in immer kleinere Teile, aber verrottet niemals ganz. Plastikmüll zerfällt in Mikroplastik, das für Tiere und die Natur extrem schädlich ist. Außerdem ist dieser Prozess langwierig. Bis eine PET-Flasche sich zersetzt, benötigt es 450 Jahre. Diese Abfälle liegen zwar meistens nicht direkt vor unserer Haustür, sondern in anderen Bereichen der Welt, allerdings exportiert Deutschland jährlich eine Millionen Tonnen an Plastikmüll ins Ausland. Das ist 1/6 der gesamten Menge des produzierten Plastikmülls in der Bundesrepublik. Daran wird deutlich: Wir haben ein großes Müllproblem und müssen dieses jetzt angehen!

Ein großer Produzent des Verpackungsmülls ist die Lebensmittelindustrie. Nahezu alle Produkte werden, z.T. mehrfach, in Plastik verpackt. Auch wenn diese Verpackungen bei einigen Produkten aufgrund der hygienischen Regelungen notwendig sind, ist dies nicht bei allen Lebensmitteln der Fall, denn es gibt Alternativen, wie Maniok-Verpackungen! Viele Produkte können auch mit einem geringerem Verpackungsaufwand verkauft werden, das zeigen Unverpacktläden. Allerdings sind Unverpacktläden noch immer eine Seltenheit. An den großen Problemen des Mülls in Supermärkten ändert das bisher wenig. Doch, dass bestimmte Waren unverpackt angeboten würden, wäre ein großer Schritt in eine Zukunft mit weniger Verpackungsmüll. Jedes unverpackte Produkt spart 2/3 an Verpackungen ein. Des Weiteren sprechen sich 45% der Bevölkerung für weniger Verpackung aus, sodass der gesellschaftliche Rückhalt des Projekts deutlich wird.

Daher fordern wir,

  • dass Städte und Gemeinden die Errichtung von Unverpacktläden in ihren Innenstädten fördern,
  • dass Supermärkte einen noch festzulegenden Teil ihrer Lebensmittel unverpackt anbieten müssen.

Um diesen Anteil bestimmen zu können, müssen Gespräche mit den Supermarktketten und fachlichen Instituten, die sich mit dem Thema Verpackungsmüll beschäftigen, erfolgen.

Änderungsanträge
Status Kürzel Zeile AntragstellerInnen Text PDF
Angenommen Ä2 zum U3 1 UB Düsseldorf Ergänze im Titel nach „Lebensmittel“: „und Produkte“
Abgelehnt Ä1 zum U3 22 UB Steinfurt Die Zeilen 22-25 werden gestrichen.
Angenommen Ä3 zum U3 22 UB Düsseldorf Ändere Zeile 22 „dass Supermärkte einen erheblichen Teil ihrer Lebensmittel und Produkte unverpackt oder in Mehrwegbehältern anbieten müssen“
Angenommen Ä4 zum U3 23 UB Düsseldorf Ergänze nach Zeile 23 „dass Pfandsysteme für Behältnisse und Stationen zum verpackungsfreien Abfüllen von Produkten gefördert werden“
Angenommen Ä5 zum U3 24 UB Düsseldorf Streiche Z. 24 und 25

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